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Entwicklungen nach Sektoren

Die Ersparnisbildung (netto) lag in den vier Quartalen bis zum dritten Jahresviertel 2018 weitgehend unverändert bei 805 Milliarden Euro. Die Nettosachvermögensbildung im Euroraum erhöhte sich aufgrund einer gestiegenen Vermögensbildung der privaten Haushalte und nichtfinanziellen Kapitalgesellschaften von 406 Milliarden auf 431 Milliarden Euro. Der Finanzierungsüberschuss des Euroraums gegenüber der übrigen Welt verringerte sich im Einklang mit der erhöhten Nettosachvermögensbildung und einer im Großen und Ganzen unveränderten Ersparnisbildung auf 382 Milliarden Euro (verglichen mit zuvor 404 Milliarden Euro).

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ifo: Sorge um Konjunktur

Die deutschen Unternehmen stellen weiterhin neue Mitarbeiter ein, aber etwas zurückhaltender als zuletzt. Das ifo Beschäftigungsbarometer ist im Januar auf 103,0 Punkte gefallen, nach 104,1 Punkten im Dezember. Die zunehmende Sorge um die deutsche Konjunktur lässt die Unternehmen bei ihren Beschäftigtenplänen etwas zurückhaltender werden.

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ZEW: Konjunkturerwartungen für China steigen leicht

In der aktuellen Umfrage des China Economic Panel (CEP) von ZEW und Fudan Universität (Shanghai) vom Januar (9.1. – 24.1.2019) sind die Konjunkturerwartungen für China um 2,2 Punkte gestiegen. Trotz dieser erneuten Zunahme bleiben sie mit minus 18,3 Punkten (Dezember 2018: minus 20,5 Punkte) jedoch weiterhin deutlich im negativen Bereich und liegen auch weit unter dem langfristigen Durchschnitt von 2,7 Punkten. Der CEP-Indikator, der die Konjunkturerwartungen internationaler Finanzmarktexperten für China auf Sicht von zwölf Monaten wiedergibt, deutet daher weiter auf eine anhaltende wirtschaftliche Schwächephase hin.

Hinzu kommt, dass sich die Einschätzung der aktuellen konjunkturellen Situation ebenfalls verschlechtert hat. Sie liegt derzeit bei einem Wert von minus 4,6 Punkten. Eine leichte Mehrheit der Befragten geht somit davon aus, dass die konjunkturelle Lage in China eher schlecht ist.

Die Punktprognose für das Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2019 zeigt sich in der aktuellen Umfrage mit 6,2 Prozent unverändert gegenüber der Prognose vom Dezember 2018. Ein Wachstum von 6,2 Prozent würde allerdings einen erheblichen weiteren Rückgang verglichen mit dem zurückliegenden Jahr 2018 bedeuten, in dem das chinesische BIP real noch um 6,6 Prozent zugelegt hat. Für 2020 wird sogar ein weiterer Rückgang auf 6,0 Prozent vorhergesagt.

In Übereinstimmung mit der Verschlechterung des Wirtschaftsausblicks sinken auch die Prognosen für die Inflationsrate. Auf Sicht der nächsten zwölf Monate geht die Prognose um 0,3 Prozentpunkte im Vergleich zum Dezember 2018 zurück und soll entsprechend nur noch bei 2,3 Prozent liegen.

„Die Teilnehmer/-innen unserer Umfrage gehen davon aus, dass sich die chinesische Regierung noch stärker als bisher durch aktive Konjunkturpolitik gegen die Verschlechterung des Wachstums stemmen wird“, sagt Michael Schröder, Senior Researcher im Forschungsbereich „Internationale Finanzmärkte und Finanzmanagement“ am ZEW – Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung in Mannheim und Projektleiter der CEP-Erhebung.

Der Indikator für den Staatskonsum steigt denn auch um 18,5 Punkte auf einen neuen Wert von 21,4 Punkten. Fast 62 Prozent der Befragten erwarten, dass der Staatskonsum im Laufe der nächsten zwölf Monate weiter steigen wird. Als Folge sehen 52,4 Prozent der Umfrageteilnehmer/innen einen zusätzlichen Anstieg der Inlandsverschuldung. Aber auch der Indikator für die Auslandsverschuldung steigt in der aktuellen Umfrage.

Der wichtigste Einzelfaktor zur Erklärung der prognostizierten Wirtschaftsschwäche ist die Verschlechterung des Außenhandels, an der sich die negative Wirkung des Handelsstreits zwischen den USA und China zeigt. „Umgekehrt wäre eine für alle Beteiligten positive Einigung in diesem Handelsstreit eine schnelle konjunkturstützende Maßnahme für China“, sagt Michael Schröder.

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EU-Untersuchung zur Euro-Rolle auf den Devisenmärkten

Die EU-Kommission hat heute eine Untersuchung mit dem Ziel eingeleitet, wie die internationale Rolle des Euro auf den Devisenmärkten gestärkt werden kann. Es soll die Rolle des Euro in diesen Märkten, insbesondere im Vergleich zu anderen wichtigen Währungen, bewertet und herausgefunden werden, ob der Handel mit dem Euro effizient und auf der Grundlage einer angemessenen Marktliquidität durchgeführt wird. Dabei will die Kommission „auch die Rolle der Banken des Euro-Währungsgebiets auf den Devisenmärkten“ untersuchen.

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WTI Öl: Weiterer Preisverfall durchaus realistisch

Der weltweite Ölpreis bleibt weiter unter Druck. Weder die fundamentalen Nachrichten noch die technische Analyse lassen derzeit einen Trendwechsel erkennen. Es ist nicht auszuschließen, dass nach der Konsolidierungsphase ein erneuter Preisverfall droht.

Seit Beginn des Jahres konnte WTI Öl rund 11.870 Punkte zulegen. Nach dem übergeordneten Abwärtstrend muss jedoch weiterhin davon ausgegangen werden, dass sich der weltweite Öl-Handel nur in einem Konsolidierungsprozess befindet. Seit dem 10. Januar befinden wir uns in einem Seitwärtskanal mit leicht nördlicher Tendenz.

Zwar signalisierten die neuen Daten von RBC Capital Markets, dass die weltweiten Ölbestände in den letzten sechs Wochen um 27 Millionen Barrel gesunken sind. Andererseits bestätigte der DOE-Wochenbericht aber die von API gemeldeten Lagerzuwächse in den USA. Die gravierend unterschiedlichen Statistiken sorgten bei den Marktteilnehmern für zunehmende Verunsicherung und äußerten sich in der vergangenen Woche in einer anhaltenden Seitwärtsphase.

Auch die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen lassen eher den Schluss zu, dass nach einer Verschnaufpause der bärische Trend wieder an Fahrt gewinnen könnte. Dazu beitragen könnte die weiterhin ungeklärte Situation im Handelsstreit zwischen den USA und China. Mit den Sanktionen der USA brachen die Exporte des Iran regelrecht ein. Nun sorgen Gerüchte um ein mögliches Embargo der USA gegen Venezuela für zusätzlichen Sprengstoff. US-Raffinerien gehören zu den wichtigsten Abnehmern der Exporte aus Venezuela. Es wäre also ein Effekt, der auf die heimische US-Wirtschaft zurückschlagen könnte. Außerdem nähern die zuletzt veröffentlichten Zahlen zur Entwicklung der Weltwirtschaft die Vermutung, dass der Bedarf an Rohöl in den kommenden Monaten kaum nennenswert ansteigen dürfte.

Holger Elias

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