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Entwicklungen nach Sektoren

Die Ersparnisbildung (netto) lag in den vier Quartalen bis zum dritten Jahresviertel 2018 weitgehend unverändert bei 805 Milliarden Euro. Die Nettosachvermögensbildung im Euroraum erhöhte sich aufgrund einer gestiegenen Vermögensbildung der privaten Haushalte und nichtfinanziellen Kapitalgesellschaften von 406 Milliarden auf 431 Milliarden Euro. Der Finanzierungsüberschuss des Euroraums gegenüber der übrigen Welt verringerte sich im Einklang mit der erhöhten Nettosachvermögensbildung und einer im Großen und Ganzen unveränderten Ersparnisbildung auf 382 Milliarden Euro (verglichen mit zuvor 404 Milliarden Euro).

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ifo: Sorge um Konjunktur

Die deutschen Unternehmen stellen weiterhin neue Mitarbeiter ein, aber etwas zurückhaltender als zuletzt. Das ifo Beschäftigungsbarometer ist im Januar auf 103,0 Punkte gefallen, nach 104,1 Punkten im Dezember. Die zunehmende Sorge um die deutsche Konjunktur lässt die Unternehmen bei ihren Beschäftigtenplänen etwas zurückhaltender werden.

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Zellen, die den Darm zerstören

Mehr als 400.000 Menschen in Deutschland sind von den chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa betroffen, die in Schüben verlaufen und das Darmgewebe zerstören. Die chronische Entzündung kann nach wie vor bei einer Vielzahl von Patienten nicht ausreichend in den Griff bekommen werden. Zudem war bisher weitgehend unklar, wie Entzündungsschübe ausgelöst werden. Forscher der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) haben nun zusammen mit niederländischen Kollegen zeigen können, dass bestimmten Zellen im Darm eine Schlüsselrolle bei der Auslösung von Erkrankungsschüben zukommt. Hierdurch ergeben sich innovative Ansätze für zukünftige Therapien.

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ZEW: Konjunkturerwartungen für China steigen leicht

In der aktuellen Umfrage des China Economic Panel (CEP) von ZEW und Fudan Universität (Shanghai) vom Januar (9.1. – 24.1.2019) sind die Konjunkturerwartungen für China um 2,2 Punkte gestiegen. Trotz dieser erneuten Zunahme bleiben sie mit minus 18,3 Punkten (Dezember 2018: minus 20,5 Punkte) jedoch weiterhin deutlich im negativen Bereich und liegen auch weit unter dem langfristigen Durchschnitt von 2,7 Punkten. Der CEP-Indikator, der die Konjunkturerwartungen internationaler Finanzmarktexperten für China auf Sicht von zwölf Monaten wiedergibt, deutet daher weiter auf eine anhaltende wirtschaftliche Schwächephase hin.

Hinzu kommt, dass sich die Einschätzung der aktuellen konjunkturellen Situation ebenfalls verschlechtert hat. Sie liegt derzeit bei einem Wert von minus 4,6 Punkten. Eine leichte Mehrheit der Befragten geht somit davon aus, dass die konjunkturelle Lage in China eher schlecht ist.

Die Punktprognose für das Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2019 zeigt sich in der aktuellen Umfrage mit 6,2 Prozent unverändert gegenüber der Prognose vom Dezember 2018. Ein Wachstum von 6,2 Prozent würde allerdings einen erheblichen weiteren Rückgang verglichen mit dem zurückliegenden Jahr 2018 bedeuten, in dem das chinesische BIP real noch um 6,6 Prozent zugelegt hat. Für 2020 wird sogar ein weiterer Rückgang auf 6,0 Prozent vorhergesagt.

In Übereinstimmung mit der Verschlechterung des Wirtschaftsausblicks sinken auch die Prognosen für die Inflationsrate. Auf Sicht der nächsten zwölf Monate geht die Prognose um 0,3 Prozentpunkte im Vergleich zum Dezember 2018 zurück und soll entsprechend nur noch bei 2,3 Prozent liegen.

„Die Teilnehmer/-innen unserer Umfrage gehen davon aus, dass sich die chinesische Regierung noch stärker als bisher durch aktive Konjunkturpolitik gegen die Verschlechterung des Wachstums stemmen wird“, sagt Michael Schröder, Senior Researcher im Forschungsbereich „Internationale Finanzmärkte und Finanzmanagement“ am ZEW – Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung in Mannheim und Projektleiter der CEP-Erhebung.

Der Indikator für den Staatskonsum steigt denn auch um 18,5 Punkte auf einen neuen Wert von 21,4 Punkten. Fast 62 Prozent der Befragten erwarten, dass der Staatskonsum im Laufe der nächsten zwölf Monate weiter steigen wird. Als Folge sehen 52,4 Prozent der Umfrageteilnehmer/innen einen zusätzlichen Anstieg der Inlandsverschuldung. Aber auch der Indikator für die Auslandsverschuldung steigt in der aktuellen Umfrage.

Der wichtigste Einzelfaktor zur Erklärung der prognostizierten Wirtschaftsschwäche ist die Verschlechterung des Außenhandels, an der sich die negative Wirkung des Handelsstreits zwischen den USA und China zeigt. „Umgekehrt wäre eine für alle Beteiligten positive Einigung in diesem Handelsstreit eine schnelle konjunkturstützende Maßnahme für China“, sagt Michael Schröder.

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ifo Institut sieht Regionalpolitik in Braunkohle-Revieren kritisch

Das ifo Institut beurteilt die Empfehlungen der Kohle-Kommission zum Strukturwandel kritisch.

„In weiten Teilen ist der Kommissionsbericht von der Vorstellung geprägt, dass der Politik eine Verantwortung für die Schaffung neuer Wirtschaftsstrukturen in einer Region zukomme. Alle Erfahrungen mit einer aktiven Strukturpolitik zeigen jedoch, dass der Staat bestenfalls die Rahmenbedingungen für private Investoren setzen kann, allen voran durch den Ausbau von Infrastrukturen und ergänzend durch den Einsatz des förderpolitischen Instrumentariums. Würden die Kommissionsempfehlungen von der Politik übernommen, besteht die große Gefahr, dass hier mit viel Geld falsche und letzten Endes illusorische Vorstellungen geweckt werden“, sagt Joachim Ragnitz, stellvertretender Geschäftsführer der ifo Niederlassung Dresden.

„Dass die Braunkohle-Regionen ihre Kompetenzen im Bereich der Energiewirtschaft auch künftig nutzen wollen, ist vernünftig und nachvollziehbar. Aber die im Kommissionsbericht enthaltenen Vorschläge zur Weiterentwicklung und Nutzung digitaler Techniken passen vielfach nicht zur Wirtschaftsstruktur in den betroffenen Regionen. Zudem ist gerade dieser Sektor von so starken Veränderungen geprägt, dass es nicht überzeugend ist, für die kommenden 20 Jahre ein hierauf aufbauendes Regionalentwicklungskonzept zu entwerfen“, so Ragnitz weiter.

Viele Detailmaßnahmen hätten kaum einen Effekt für die regionale Wirtschaftsentwicklung und spiegelten eher die aktuellen Wünsche der Akteure vor Ort wider. „Die Sanierung von Schwimmbädern oder der Bau von Radwegen hat nun wirklich nichts mit dem beschleunigten Braunkohle-Ausstieg zu tun und ist eine ureigene Aufgabe der Länder und ihrer Kommunen. Hier sollte der Bund deshalb sehr genau hinsehen, ob es hierzu wirklich einer zusätzlichen Finanzierung bedarf. Man kann die Empfehlungen der Kommission deswegen nur als Vorschläge bewerten, die die Interessenlage unterschiedlicher Gruppen bündeln, aber noch nicht als eine abschließende, die Politik bindende Entscheidungsgrundlage.“

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Bund: Die Anzahl älterer Diesel-Pkw nimmt ab

Die Bundesregierung geht nach eigener Aussage von durchschnittlich 3.000 Euro für die Kosten einer Hardware-Nachrüstung zur Reduzierung der Stickoxid-Emissionen bei Diesel-Pkw aus. Das geht aus der Antwort auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (19/6252) hervor. In der Antwort heißt es weiter, die Hersteller VW und Daimler hätten die Übernahme der Kosten bis zu jenem Wert zugesagt.

Zudem wird mitgeteilt, dass das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) am 28. Dezember 2018 die technischen Anforderungen an Stickoxid-Minderungssysteme mit erhöhter Minderungsleistung für die Nachrüstung an Pkw (Hardware-Nachrüstung) veröffentlicht habe. Bisher lägen keine Genehmigungen für solche Systeme vor. Eine Finanzierung könne erst erfolgen, „wenn genehmigte Systeme auf dem Markt verfügbar sind“, schreibt die Regierung.

Wie aus der Anlage zu der Antwort hervorgeht, gibt es mit Stand vom 1. Oktober 2019 in Deutschland 47,14 Millionen Pkw. Allein zwischen September 2017 und November 2018 seien 4,32 Millionen Pkw neu zugelassen worden. Was Diesel-PKW der Schadstoffklassen Euro 1, Euro 2 und Euro 3 angeht, so lag deren Bestand laut der Vorlage am 1. Oktober 2018 bei 2,22 Millionen Pkw und damit um etwa 400.000 unter dem Wert vom 1. Oktober 2017 (2,61 Millionen).

Ebenfalls gesunken ist die Zahl der Diesel-Pkw mit Euro 4 (2018: 2,87 Millionen, 2017: 3,28 Millionen) und mit Euro 5 (2018: 5,51 Millionen, 2017: 5,73 Millionen). Der Bestand an Diesel-Pkw mit der Emissionsgruppe Euro 6 (ohne Euro 6d-Temp und besser) ist laut der Antwort hingegen von 3,58 Millionen im Jahr 2017 auf 4,42 Millionen im Jahr 2018 gestiegen. 88.152 Diesel-Pkw mit Euro 6d-Temp und besser habe es am 1. Oktober 2018 in Deutschland gegeben, teilt die Regierung mit. (hib/HAU)

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