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Wirtschaftsklima bricht ein

Die Stimmung der Konjunkturexperten im Euroraum kippt. Das ifo Wirtschaftsklima ist von 6,6 auf -11,1 Punkte gesunken und liegt somit zum ersten Mal seit 2014 wieder unter null. Die Experten beurteilen die aktuelle Lage und die künftige Entwicklung pessimistischer. Das Tempo des Wirtschaftswachstums im Euroraum dürfte sich verlangsamen.

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ifo: Sorge um Konjunktur

Die deutschen Unternehmen stellen weiterhin neue Mitarbeiter ein, aber etwas zurückhaltender als zuletzt. Das ifo Beschäftigungsbarometer ist im Januar auf 103,0 Punkte gefallen, nach 104,1 Punkten im Dezember. Die zunehmende Sorge um die deutsche Konjunktur lässt die Unternehmen bei ihren Beschäftigtenplänen etwas zurückhaltender werden.

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ifo Geschäftsklimaindex fällt auf niedrigsten Wert seit Februar 2016

Der ifo Geschäftsklimaindex ist im Januar auf 99,1 Punkte gefallen, nach 101,0 Punkten im Dezember. Das ist der niedrigste Wert seit Februar 2016. Die aktuelle Geschäftslage wurde etwas weniger gut beurteilt. Die Erwartungen haben sich sogar massiv verschlechtert. Sie sind erstmals seit Dezember 2012 leicht pessimistisch. Die deutsche Wirtschaft befindet sich in einem Abschwung, teilte das ifo Institut am Freitag mit.

Im Verarbeitenden Gewerbe ist der Index erneut merklich gesunken. Dies war vor allem auf deutlich pessimistischere Erwartungen der Firmen zurückzuführen. Auch ihre aktuelle Lage schätzten sie etwas weniger gut ein. In allen wichtigen Industriezweigen, außer der Chemischen Industrie, verschlechterte sich das Geschäftsklima. Die Kapazitätsauslastung sank um 0,7 Prozentpunkte auf 86,3 Prozent. Sie liegt allerdings immer noch über dem langjährigen Durchschnitt von 83,7 Prozent.

Im Dienstleistungssektor hat der Geschäftsklimaindex auf hohem Niveau nachgegeben. Verantwortlich dafür waren weniger optimistische Erwartungen. Die Unternehmen beurteilten ihre aktuelle Lage hingegen besser.

Auch im Handel sank der Index merklich. Der Ausblick der Händler auf die kommenden Monate trübte sich deutlich ein. Mit der aktuellen Lage waren sie jedoch etwas zufriedener.

Das Bauhauptgewerbe erlebte erstmals seit langer Zeit einen deutlichen Dämpfer. Das Geschäftsklima verschlechterte sich markant. Beide Klimakomponenten sanken merklich. Die aktuelle Geschäftslage befindet sich jedoch weiterhin auf einem sehr hohen Niveau.

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Politik & Wirtschaft

ifo: Deutsche Wirtschaft im Abschwung

Die deutsche Konjunktur hat sich 2018 deutlich abgekühlt. Die Wirtschaftsleistung nahm preisbereinigt um 1,5 Prozent zu, nachdem der Anstieg im Boomjahr 2017 noch bei 2,2 Prozent lag. In der zweiten Jahreshälfte 2018 hat sie im Vergleich zum ersten Halbjahr nur noch stagniert.

Illustration of a single EU VAT area with a calculator. © European Union , 2017 / Photo: Lukasz Kobus

„Maßgeblich für die Abkühlung war der schwache Anstieg der Wertschöpfung in der deutschen Industrie, die unter den weltweiten wirtschaftspolitischen Turbulenzen des vergangenen Jahres litt“, sagte Timo Wollmershäuser, Leiter der ifo Konjunkturforschung und -prognose. „Die Unwägbarkeiten bei der Wiedereinführung von Zöllen, beim Ausgang der Brexit-Verhandlungen und bei den Haushaltsplänen der neuen italienischen Regierung haben tiefe Spuren auf den wichtigsten deutschen Absatzmärkten hinterlassen. Aber auch hausgemachte Probleme insbesondere in der deutschen Automobilindustrie, die im Zusammenhang mit neuen Abgasstandards standen, dämpften die Konjunktur.“ Damit haben sich die Triebkräfte verabschiedet, die die deutsche Wirtschaft im Jahr 2017 in die Hochkonjunktur gebracht haben. Exporte von Waren und Dienstleitungen legten mit 2,4 Prozent nur noch schwach zu.

In diesem Jahr dürfte die Konjunktur im Vergleich zum zweiten Halbjahr 2018 wieder etwas kräftiger zulegen. Die binnenwirtschaftlichen Antriebskräfte sind weiterhin intakt. Die Beschäftigung wird wohl ihren Rekordwert vom Vorjahr übertreffen, gleichzeitig dürften Lohnsteigerungen, Steuer- und Abgabenentlastungen sowie eine Ausweitung der Transferleistungen für eine dickes Einkommensplus bei den Haushalten sorgen. Dies stützt den privaten Konsum und die Baukonjunktur, die auch aufgrund der weiterhin niedrigen Zinsen lebhaft bleiben dürfte. Insgesamt aber dürfte das Wirtschaftswachstum in diesem Jahr niedriger ausfallen als im Vorjahr. Damit befindet sich die deutsche Wirtschaft im Abschwung.

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